Wer es heutzutage verpasst, unablässig auf die eigene Grossartigkeit hinzuweisen, den streckt die unsichtbare Hand des Marktes, zur eisernen Faust geballt, schonungslos nieder. Das Gleiche gilt für den politischen Jahrmarkt der Eitelkeiten: Selbstaufblähung ist Zwang und – für einige zumindest – Programm. So setzt Bundeskanzler Gerhard Schröder im Wahlkampf ganz auf sich selber und verkündet das auch unüberhörbar: «Ich oder der?», lautet des Kanzlers vermeintliche Schicksalsfrage mit Blick auf seinen Gegenkandidaten Edmund Stoiber.
Auch die anderen Parteien setzen auf totale Personalisierung: Guido Westerwelle, führender Kopf des politischen Sauglattismus sowie Vorsitzender de ...