Die Intervention von CVP-Präsident Philipp Stähelin, vorgetragen am 4. März im Ständerat als einer der vielen Beiträge zur geplanten Reform der Regierung, wurde zu einem wahrhaft raffinierten Votum. Nicht weil der eher prosaische Politiker plötzlich mit besonders eleganten Sätzen und gewagten Wörterkombinationen geglänzt hätte, auch nicht aus Gründen einer späten politischen Leidenschaft des Thurgauers. Der kurze Vortrag darf aber mit Fug als Meisterstück der multifunktionalen Kommunikation gelten, als Beispiel dafür, wie man die gleiche Rede mit ganz unterschiedlichen Intentionen zielgenau an verschiedene Zuhörergruppen richtet.
Zuhanden der am Thema «Staatsleitungsreform» ...