Wir treffen Gregor Gysi in einem jener gewaltigen Glas- und-Betonquader, die zur Beherbergung der deutschen Parteien in der Mitte von Berlin aufgestellt worden sind. Die hochmodernen Bürogebäude strahlen die Gemütlichkeit von Operationssälen aus. Im Innern sind die Räume hoch, die Gänge verlieren sich. Nach aussen hin wurde peinlichst auf jeden Anflug von Grandezza verzichtet. Keiner soll auf die Idee kommen, dass sich hier die europäische Grossmacht Deutschland inszeniert. Die sterile Architektur könnte genauso gut in Dubai oder Buenos Aires stehen.
Bei bester Stimmung empfängt uns Gysi in seinem kleinen, mit geschmackvollen Bildern ausgestatteten Büro. Der 66-jährige Anwalt aus ...