Weltwoche: Eigentlich sind wir von der Weltwoche froh, dass Ringier uns und den Jean-Frey-Verlag nicht kaufen konnte. Interviews mit dem eigenen Verleger sind immer etwas peinlich.
Michael Ringier: Meine Optik ist natürlich eine etwas andere. Aber warten Sie ab.
Was haben Sie falsch gemacht, dass die Übernahme gescheitert ist?
Eigentlich nichts. Wir haben vielleicht die Dringlichkeit und die psychologische Situation unterschätzt, in der die Basler Mediengruppe stand. Aber was wollen Sie machen, wenn Verträge gebrochen werden? Das sind wir in der Schweiz nicht gewohnt, und da kann ich uns keinen Vorwurf machen.
Selbstkritisch müssen Sie doch einräumen, dass Sie sich zu sicher fühlten.
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