Adolf Eichmann war der letzte zum Tod verurteilte NS-Täter. 1961 fand in Jerusalem der Prozess gegen den ehemaligen SS-Obersturmbannführer statt, der als einer der Hauptverantwortlichen für die «EndÂlösung der ÂJudenfrage» gilt. Angeklagt wurde Eichmann in fünfzehn Punkten für während des nationalsozialisÂtischen Regimes beganÂgene Verbrechen. Eichmann plädierte «im Sinn der Anklage für nicht schuldig». Wenn nicht in Âjuristischer Hinsicht, worin dann sah Eichmann Âseine Schuld? Der Titel der Autobiografie, «ÂGötzen», die Eichmann zwischen 1960 und 1962 in Haft verfasste, deutet es an: im Glauben an die «Götter» (den NS-Führungsstab, von Eichmann bewunderte Autorit ...