Der letzte Vorfall ereignete sich an einem Sonntagmorgen vor anderthalb Jahren. Ich wollte am Zürcher Hauptbahnhof einen Bekannten abholen und hatte mich in der Ankunftszeit geirrt. So kam es, dass ich für einige Minuten etwas verloren auf einem menschenleeren Perron herumstand. Alsbald wurde ich von zwei Kantonspolizisten umzingelt. Sie verlangten meinen Ausweis und durchsuchten meine Tasche. Ich sähe einem rumänischen Taschendieb ähnlich, der zur Fahndung ausgeschrieben sei, lautete die Begründung.
Rumänischer Taschendieb! Dabei bin ich ein argloser, gesetzestreuer, in Zürich geborener und aufgewachsener Bürger! Doch als Sohn eines Südinders und einer Schweizerin mit französisc ...