Weltwoche: Acht Länder in Südosteuropa sind die Nutzniesser der Projekte des Stabilitätspakts. Welche Länder sind Ihre grössten Sorgenkinder?Erhard Busek: In Moldawien ist die Regierung sehr instabil. Bei Serbien und Montenegro müssen wir erst abwarten, was die Umwandlung der Republik Jugoslawien in einen losen Staatenbund wirklich bedeutet.
Warum sollen Serbien und Montenegro zusammengehalten werden?Das sind Zwischenschritte. Ich glaube nicht, dass man so zu einer Lösung kommt. Der Staatenbund ist ein Konstrukt der europäischen Union. Auch Russland hat Druck gemacht, denn Moskau hat panische Angst vor neuen Grenzen in Europa. Ich persönlich glaube, dass Desintegration die Vorbedin ...