Wird ein Mensch geboren, ist eines sicher: Er wird sterben. Irgendwann, irgendwie, irgendwo. Dennoch verdrängen viele von uns das Thema Sterben und Tod. Und werden dann doch auf einmal damit konfrontiert. Zum Beispiel, wenn ein Elternteil schwer erkrankt und vom Arzt erfährt, dass die Krankheit nicht mehr heilbar oder aufhaltbar ist, sondern in absehbarer Zeit zum Tod führen wird. Meine Mutter, 77, hat Mitte Juni diese Diagnose erhalten, nachdem ihr Hausarzt einen kleinen Buckel unter der Haut am Rücken entfernt und zur Untersuchung ins Labor geschickt hatte. Ableger eines kleinzelligen, rasch wachsenden Tumors, lautete der Befund. Meine Mutter lebt allein. In letzter Zeit wirkte sie i ...