Michael Maar: Lieber Paul, man schreibt, weil man gelesen hat. Kein Schriftsteller ist prangend aus dem Haupt der Athene entsprungen. Alle haben sie viel gelesen. Wann hast du damit angefangen? Woraus bestand deine früheste Bibliothek?
Paul Maar: Ich hatte kaum Kinderbücher und fing mit intensivem Lesen erst so richtig als Kunststudent an. Rabelais, Borges, Beckett. Diese Lektüre spiegelt sich in meinen frühen Büchern. «Kikerikiste» ist eine Hommage auf «Warten auf Godot». Bei Beckett heisst eine der beiden Hauptpersonen Estragon, der Name eines Küchengewürzes, bei mir heisst eine der beiden Hauptpersonen Kümmel. Der sprechende Papagei im zweiten «Sams»-Buch gibt ei ...