Frau Cardinale, in Ihrer kürzlich erschienenen Biografie «Mes étoiles» betonen Sie, wie das Schicksal, in Arabisch der «Mektoub», Ihr Leben vorbestimmt und geführt hat. Wie ordnen Sie unser Treffen ein?Für mich ist im Leben alles bereits vorbestimmt von unserem Schicksal, dem wir nicht entkommen können. In meinem Geburtsland, in Tunesien, hatte der Mektoub für die Bevölkerung eine grosse Bedeutung. Wenn etwas nicht geschah, so hatte es einfach nicht zu sein. Das bedeutet jedoch nicht, dass wir dem Schicksal völlig passiv ausgeliefert sind. Ich kann äusserst entschlossen sein, wenn ich etwas erreichen will. Ich sag mir dann: «Wenn ich will – so kann ich auch!» Unser Treffen a ...