Herr Parin, wie geht’s?Ordentlich. Wenn man so spät im Leben noch erblindet, dann ist das so ein tiefer Einschnitt, dass man zufrieden sein muss, wenn man sich einigermassen einrichten kann. Da bin ich dran. Ich kann in meiner Wohnung weiterleben ohne permanente Betreuung. Gut geht es mir allerdings nicht seit der Erblindung.
Sie können nicht mehr lesen und schreiben; das muss hart sein.Seltsamerweise ist noch nie so viel von mir erschienen, wie seitdem ich nicht mehr schreibe. Drei Publikationen allein in diesem Jahr. «Die Weissen denken zu viel» kommt in einer Art historischen Ausgabe heraus. Kurios: Dank meines hohen Alters kann ich nun die eigenen Werke als Zeitdokumente lesen. O ...