Bei einem härteren Leben verstünde ich meine Depression ganz anders. Ich hatte eine durchaus glückliche Kindheit, grosszügige, liebevolle Eltern und einen ebenfalls geliebten jüngeren Bruder, mit dem ich im allgemeinen recht gut auskam. Wir wareneine so harmonische Familie, dass ich mir eine Scheidung oder ernstere Konflikte zwischen meinen Eltern, die einander wirklich sehr liebten, nicht einmal vorstellen konnte; obwohl sie ab und zu über dieses oder jenes stritten, stand ihre absolute Hingabe zueinander oder zu meinem Bruder und mir nie in Frage.
Als meine Mutter im August 1989 die Diagnose Eierstockkrebs erhielt, brach die untadelige Welt des Fünfundzwanzigjährigen in sich zusamm ...