Die Welle überrascht Christoph Roost, 39, wie so viele andere auch, im Paradies. Sein Alptraum beginnt am zweiten Weihnachtstag vor einem Jahr in jener Welt voller Klischees, die Ferien für uns erst zu einer Traumreise werden lassen. Der Himmel ist blau, das Wasser klar, der Sand weiss wie die Orchideenblüten, die vor den Bungalows im Sonnenlicht leuchten.
Khao Lak, rund hundert Kilometer nördlich von Phuket, Thailand, ist ein Ort, an dem Touristen auf den nächsten Tauchgang warten, nicht auf die Apokalypse.
Es ist 9.45 Uhr, als Christoph Roost an diesem Sonntagmorgen die Augen aufschlägt. Sein Freund Patrick hat bereits geduscht und gefrühstückt. Er will sich auf den Weg machen, um ...