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Die Weltwoche

«Ich ziehe das Sein dem Nichtsein vor»
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Belletristik

«Ich ziehe das Sein dem Nichtsein vor»

Joan Didion schrieb ein Buch über die Zeit nach dem Tod ihres Mannes. Es machte sie noch berühmter – und liess sie leben.
Praktisch jedes Porträt über Joan Didion enthält einen Abschnitt über die zerbrechliche Erscheinung der 1934 geborenen Autorin. Ihrer schmalen Gestalt drohe von jedem Windhauch Gefahr, ihre Stimme sei leise und ihr Gang schwebend. Ja, ja. Hier sei bloss bemerkt: Joan Didion ist klein und sehr dünn. Sie steht in der Tür ihrer weitläufigen Wohnung an der New Yorker Upper East Side, in einem hellen Sommerkleid, und trägt eine dunkle Sonnenbrille. «Ich war gerade beim Augenarzt», erklärt sie, «jetzt kommt es mir vor, als würde ich direkt in die Sonne schauen.» Tatsächlich ist es meistens eher sie selber, die blendet, beziehungsweise der Ruf, den sie geniesst. Didion gilt als eine ...
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