Noch immer liest sich sein Aufstieg wie die phänomenale Erfolgsgeschichte eines Selfmade-Mannes. Max Frisch, geboren in Zürich am 15. Mai 1911, wuchs in kleinbürgerlichem Haus auf. Der Vater, verschuldet, starb früh. Frisch brach sein Germanistikstudium ab, liess sich an der ETH zum Architekten ausbilden, schrieb für Zeitungen, veröffentlichte erste Romane, reiste herum, brach die Schriftstellerei ab, heiratete sich geschickt ins Grossbürgertum hoch, schrieb weiter und brachte es dank Fleiss und Talent zu literarischem Erfolg.
Seine grösste Zeit hatte er in den fünfziger Jahren. Damals erschienen seine klassischen Romane «Stiller» und «Homo faber», während seine Theaters ...