Die Erregung kommt in täglichen Raten. Seit Wochen ereifern sich Medien und Bundespolitiker über die Aktenvernichtung im Fall Tinner. Was dabei auffällt: Die Kenntnis der Fakten ist bescheiden, umso fantasievoller aber fallen die Mutmassungen und umso schärfer die (Vor-)Verurteilungen aus. Im Visier ist der ehemalige Justizminister Christoph Blocher, in dessen Kompetenz die Schredder-Aktion fiel.
Bundespräsident Pascal Couchepin erklärte einleuchtend, dass der Besitz der hochsensiblen Daten, die Baupläne für Atombomben enthalten, ein «erhebliches Sicherheitsrisiko für die Schweiz und die Staatengemeinschaft» darstellte.
In den Kreisen der Atomschmuggler sind solch detaillierte ...