Es war ein unschöner Empfang für Ignazio Cassis: Der Schweizer Aussenminister musste vergangenen Freitag beim Teatro Sociale in Bellinzona vor Demonstranten flüchten. Sie beschimpften den Tessiner Bundesrat als «Mörder», weil er zu wenig für die hungernden Palästinenser tue. In die Kultureinrichtung gelangte Cassis nur über einen Hintereingang. In New York, wo er freundlicher empfangen wurde, verfolgte ihn das Thema diese Woche ebenso. An der Palästina-Konferenz rief Cassis Israel dazu auf, Einschränkungen bei der medizinischen Hilfe aufzuheben. Die Kritik an der Kriegsführung der Regierung Netanjahu hat zahlreiche Länder bewogen, Palästina als Staat anzuerkennen, zuletzt Gross ...