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«Ihr Biss ist wie ein Mückenstich»
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«Ihr Biss ist wie ein Mückenstich»

Fledermäuse gelten als blutrünstig, unheilverheissend und dämonisch. Zu Unrecht, sagt Rodrigo Medellín. Ein Gespräch mit dem mexikanischen Fledertierforscher über Dracula, Vampire und schützenswerte Arten, ohne die es keinen Tequila gäbe.
An Ihrem Revers steckt ein Fledermaus-Pin. Ein Symbol des Bösen? Keine Sorge, ich bin harmlos. Genauso wie die meisten Fledermäuse. Fast alle Arten ernähren sich von Insekten, Früchten oder Nektar. Eine Million mexikanischer Bulldoggfledermäuse vernichtet in einer einzigen Nacht zehn Tonnen schädlicher Maismotten, gegen die man sonst Pestizide einsetzen müsste. Und ohne Fledermäuse gäbe es in Mexiko keinen Tequila, der für mehrere Dutzend Millionen Dollar weltweit exportiert wird und von dem über 300 000 Arbeitsplätze abhängen. Ohne Fledermäuse keinen Tequila? Ja, sie bestäuben die Agaven, aus denen er produziert wird. Die Pflanzen sind genau auf die mexikanische Langnasenfled ...
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