Die beiden kleinen Kathedralen haben die wichtigste Schweizer Stadt geprägt: das Grossmünster, an dem Ulrich Zwingli als Leutpriester amtierte, und das Fraumünster auf der anderen Seite der Limmat, in dem er jeden Freitag zum Bauernvolk predigte, welches auf den Markt in die Stadt strömte. 27 Schweizer Pfarrer haben seit der Reformation am Fraumünster das Evangelium ausgelegt, nichts anderem als dem Bibeltext verpflichtet und alle mit gründlicher Bildung. Auch während der letzten hundert Jahre haben sie es trotz der immer schwächeren Stellung der Kirche in der Gesellschaft meist verstanden, in einer nur noch winzigen eigentlichen Kirchgemeinde das M&uu ...