Jörg Immendorff, Solo, 1988 – Sein Leben war keines, das sich innerhalb der vorgegebenen Grenzbereiche aufhielt. Er war ein Grandseigneur der steten Grenzüberwindung; der politischen, gesellschaftlichen und existenziellen – dieses fein gezogene Geflecht aus moralischen, ethischen und religiösen Grenzsteinen.
Jörg Immendorff (1945–2007) wandte sich auf seiner Suche nach Grenzenlosigkeit gegen alle Grenzbäume, jene der Welt und jene des Kopfes. Natürlich war er mehrere, manchmal gleichzeitig; Lehrer, Kunstprofessor, Barbesitzer, Mao-Verehrer, Trinker, Kokainist, Freier, Familienvater, Dadaist. Er war kein Missionar, obwohl sein Quantum an Selbst& ...