Gustave Caillebotte, Jeune homme à sa fenêtre, 1875 – Wenn wir alle aus demselben Fenster schauten, sähen wir alle das Gleiche; Asphalt, Leute, Bäume vielleicht, andere Häuser. Wir hörten alle das Gleiche; Vögel vielleicht, den Lärm des Verkehrs, den Wind, der durch die Bäume zieht, Stimmenwirrwarr, Kindergeschrei. Wir röchen alle das Gleiche; Blütenduft vielleicht oder Pferdedung wie einst oder Abgase, diese Parfüms einer jeweiligen Moderne. Und doch sähen, hörten oder röchen wir nur ansatzweise dasselbe. Die Wahrnehmung mag dieselbe sein, aber das Bild, das sie hervorbringt, ein jeweils anderes.
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