Pablo Picasso, Guernica, 1937 – Es war ein Montag, ein 26. April vor 85 Jahren, als auf der Klaviatur des Krieges und der Vernichtung die bisher schrecklichste Melodie des Jahrhunderts gespielt wurde. Sie übertönte in ihrer Brutalität und Brachialität alle andern, jene von Verdun oder der Somme; Guernica, die heilige Stadt der Basken, es war Markttag. Die deutsche Legion Condor warf eine Fliegerbombe nach der andern, übte für später das Handwerk des flächendeckenden Bombardements, bis die Stadt nur noch ein Gerippe aus Schutt, Stein und Asche war, unter denen die Menschen lagen. Nur ein paar Wochen, kürzer als jeder Krieg fast, brauchte Picasso (1881–1973), um «Guernica» ...