Es war eine Episode am deutschen Presseball vor vier Jahren. Finanzminister Peer Steinbrück sass mit Gattin und zusammengepressten Lippen im Tanzsaal des Intercontinental-Hotels in Berlin. Es näherte sich ein harmlos aussehender Schweizer, damals Chef einer grösseren deutschen Tageszeitung, um den neugewählten Schatzmeister persönlich zu begrüssen. «Köppel? Ach Sie sind das, der diesen unglaublichen Quatsch geschrieben hat.« Der stämmig wirkenden Norddeutsche lief rot an, die Augen verengten sich zu Schlitzen. Bevor der Journalist eine weitere Silbe äussern konnte, legte Steinbrück nach. «Was fällt Ihnen eigentlich ein, als nicht wahlberechtigter Ausländer eine derart einseiti ...