Nehmen wir mal an, du besuchst zum ersten Mal seit dreissig Jahren das kleine Städtchen, in dem du aufgewachsen bist. Du bist nicht erstaunt, dass es den Herren- und Damencoiffeur K. Zuber immer noch gibt. Durchs Schaufenster siehst du Konrad Zuber, der mit dir zur Schule ging, am Haarschopf eines Mannes rumschnipseln. Er tut es mit derselben Selbstmördermiene wie schon sein Vater Karl Zuber, der sich mit der Schere in der Hand vor einen Regionalexpress warf. Jedermann wusste, dass Konrads Vater seinem Sohn einen Namen mit K gab, damit man das K auf der Namenstafel bei der Geschäftsübergabe nicht ändern musste.
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