Eine CD-Länge ist das Äusserste. Danach ist man ausgelaugt. Entleert. Verklebt. Eigentlich, so könnte man meinen, ist der Fall Michael Bolton mit dieser Kurzanalyse erledigt. In Mike Judges Bürokomödie «Office Space» wurde der amerikanische Superstar immerhin schon vor zehn Jahren mit einem brutalen «no-talent ass clown» abserviert. Aber besonders erschüttert hat es ihn nicht. Seit nunmehr achtzehn Jahren singt er ganz oben mit; gerade ist er mit seinem aktuellen Album «One World One Love» auf Tour. Am 22. Januar auch in Zürich.
Michael Bolton – das ist der mit der Frisur. Man muss sich das vorstellen: 1992 kommt ein immerhin damals 39-jähriger mündiger Musiker auf die Idee ...