Es ist mehr als ein Roman, den Sibylle Berg vorlegt. Zumindest für ihre zahlreichen Fans. Dem Werk und der Autorin wird prophetische Kraft zugeschrieben. «Ein Buch wie ein Sprengsatz», titelte die Zeit, und in sozialen Medien, wo sich die Berg-Fans austauschen, ist gar von einer neuen «Bibel» die Rede, von einem Werk, so wichtig wie Orwells «1984». Sibylle Berg beschreibt in «GRM» den Zustand unserer Gesellschaft. Und der ist ziemlich mies. Genauer: total kaputt. Die grosse Masse an Menschen vegetiert nur noch willenlos im eigenen Dreck, manipuliert von den Reichen und Mächtigen, alles Rechtspopulisten, alles Männer.
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