Der deutsche Mann ist ein seltsames Geschöpf. Er mag, wie sein grantiger Verteidiger Herbert Grönemeyer erklärt, unersetzlich sein, er ist aber (zumindest aus angelsächsischer Sicht) auch unverwechselbar. Mein Kollege Theo Koll, einige Jahre ZDF-Korrespondent in London, hat oft gesagt: «Anne, ich weiss, was ihr in Wahrheit von uns deutschen Männern haltet. Für euch sind wir doch alles Hornbrillenträger, die keinen Geschmack haben.»
Was soll ich sagen – es stimmt.
Es fängt schon bei der Garderobe an. Dafür, dass «Kleider machen Leute» eine deutsche Maxime ist, laufen sie in den unmöglichsten Farbkombinationen herum – in braungelb karierten Sakkos beispielsweise. Niemand son ...