Jedem Einwohner einen Schutzplatz. Nach diesem Grundsatz hat die Schweiz seit den sechziger Jahren des letzten Jahrhunderts ein flächendeckendes Netz von Schutzräumen und Schutzanlagen aufgebaut. Wenn die Russen Europa mit Atombomben attackierten – so die Vorstellung , würden Schweizerinnen und Schweizer in ihren Bunker hinabsteigen, die schwere Stahlbetontüre hinter sich schliessen, die Lüftung mit den Filtern einschalten und, auf den Notpritschen liegend, das Ende der radioaktiven Verseuchung abwarten.
Jahrzehntelang zwang das Gesetz jeden Bauherrn, sein Einfamilienhaus mit atomsicheren Unterständen auszustatten. Ergänzend mussten alle Gemeinden unterirdische Zivilschutzräume b ...