Die Braut ist schön, der Braten fett, die Stimmung ausgelassen – in der Brauereigaststätte feiert das halbe Dorf. Und doch gibt es keinen anderen Moment bei dieser Hochzeit, der sich den Gästen so dauerhaft einprägen wird wie jener, als Stefan Bibrowski in die Gaststube tritt. Für einen Augenblick stocken die Gespräche, die Ziehharmonika und das Mandolinenorchester legen unisono eine Pause ein, die gar nicht in den Noten steht, und auf der Tanzfläche scheint es für einen winzigen Moment so, als bewegten sich die Menschen in Zeitlupe: Bibrowski steht in der Tür, er trägt einen Zylinder und einen roten Samtanzug, nimmt sich eines der Mädchen, die sich kichernd auf die Eckbank drü ...