Und wieder begibt sich der deutsche Schriftsteller Stephan Wackwitz auf autobiografische Spurensuche. Der promovierte Germanist und Hölderlin-Spezialist machte sich schon in seinem Roman «Neue Menschen» (2005) auf zu seinen Wurzeln. Damals war es das männliche Prinzip, das er erforschte – in der Rekonstruktion der extravaganten Lebensreise seines Ururgrossvaters. Mit dem neuen Buch «Die Bilder meiner Mutter» wendet er sich jetzt dem weiblichen Prinzip zu. In einer Collage aus Erinnerungen, Recherchen, Briefen und Tagebüchern zeichnet er immer schärfer und von Seite zu Seite überzeugender das Porträt der Mutter Margot Wackwitz, geborene Hartmetz (1920–1990), deren Selbstverwirkl ...