Irgendwie konnte das nicht mit rechten Dingen zugehen. Immer wenn von Niccolò Paganini und seinen Zaubereien auf der Violine die Rede war, wurden Himmel und Hölle bemüht. Vor allem die Hölle, es mussten dämonische Kräfte am Werk sein; und so ist an Paganini das Image eines Teufelsgeigers hängen geblieben. Doch es gab auch andere Stimmen. Franz Schubert jedenfalls schwärmte nach einem Paganini-Auftritt: «Ich habe einen Engel singen gehört!»
Niccolò Paganinis Ruhm kam spät. Bis zum 46. Altersjahr trat der Geiger nur in der italienischen Heimat auf. Erst 1828 kam er nach Wien; sein dortiges Debüt leitete eine spektakuläre internationale Karriere ein. Die allerdings bloss sechs Ja ...