Die Schweiz gilt nicht als ein Land, in dem Kunstgeschichte geschrieben wurde. Die hiesigen Künstler tuckerten geruhsam im Schlepptau der internationalen Strömungen dahin. Die wenigen Ausnahmen bestätigen nur die Regel. Obwohl in Bern aufgewachsen, war Paul Klee, was seine künstlerische Sozialisierung betrifft, eher Deutscher als Schweizer. Ähnliches gilt auch für Alberto Giacometti, der in Paris lebte. Provinzialität statt Innovation – kunsthistorische Meilensteine wurden bei uns nicht gesetzt. Selbst die konkrete Kunst, die in der Nachkriegszeit als der helvetische Beitrag zur Moderne international Beachtung fand, hätte es ohne die deutsche Avantgarde, die Exil in der Schweiz fan ...