Das Auto hält bei einem Gehöft. Wir steigen aus, ein Hund bellt. Die Nacht ist mondlos, stockfinster, wären da nicht die Flutlichter der türkischen Armee. Die Scheinwerfer tauchen den Grenzstreifen zu Syrien in ein kaltes Licht. Aus dem Gehöft kommt ein Mann auf uns zu. Hände werden geschüttelt und ein paar Worte gewechselt. Dann telefoniert der Schmuggler kurz. Siebenhundert Dollar wollen er und sein Kumpan Mustafa für den riskanten Grenzübertritt.
Die Türkei und Syrien teilen eine 820 Kilometer lange Grenze. Wegen des langjährigen Kriegs mit der Kurdischen Arbeiterpartei (PKK) hat die Türkei ihre Südflanke befestigt, mit Wachtürmen, Bunkern, Nato-Drahtzäunen und Minenfeldern ...