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Literatur

Im Namen der Schweiz

Die politische Einstellung des jungen Max Frisch erinnert an jene der heutigen SVP. Wie national-konservativ war er tatsächlich? Zwei Biografien geben unterschiedliche Antworten. Von Rico Bandle
Im Herbst 1938 erhielt der Nebelspalter-Cartoonist Gregor Rabinovitch, ein russisch-jüdischer Einwanderer, einen wütenden Brief. ­Seine nazifeindlichen Zeichnungen schadeten der Schweiz, hiess es darin. «Unser Volk hat zur Zeit wieder ein sehr waches Empfinden; man spürt sehr bald, ob ein Mann für uns kämpft oder uns nur benutzt, um gegen an­dere zu kämpfen. Ob jemand in unserer geistigen Landesverteidigung mitzuwirken berufen ist oder nicht, würde nicht davon abhängen, wie lange er schon im Lande ist; ich glaube, Sie sind schon lange hier, trotzdem ist Ihnen das Schweizerische sekundär, was ich spürte, bevor ich wusste, dass Sie als Künstler einer sozusagen offiziellen Zürche ...
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