Die erste Generation baut ein Unternehmen auf, die zweite bewahrt es, die dritte verliert es wieder: Der alte Spruch, dem Fürsten Bismarck zugeschrieben, schien sich am vergangenen Donnerstag wieder mal in einem Fall zu verdichten. Denn da gab Ernesto Bertarelli bekannt, Serono werde ans deutsche Pharmaunternehmen Merck verkauft. Mit müde hochgepressten Augenbrauen trat er in Darmstadt vor die Kameras, sprach von einem «komischen Gefühl», gar von Trauer, aber auch davon, dass der Verkauf der Biotechfirma «strategisch eindeutig richtig» sei.
Vielen schien nach dem Auftritt klar: Ernesto, dritte Generation der Unternehmerfamilie Bertarelli, hatte Serono verspielt. Tags darauf führten d ...