Geborgenheit und Weite; nur der Kies knirscht. Jemand klatscht nach dem Beten zweimal in die Hände, wirft ein paar Münzen in die Opferkrippe. Schinto-Schreine schaffen einen feierlichen Raum, sind sonst jedoch leer: eine niedrige Halle, ein Tatamiboden, ein schweres Holzdach. Hier sind die Seelen der Göttlichkeiten zu Hause, zu denen im Schintoismus auch die Sonne, die Reisernte und die Seelen der Ahnen gehören. Im Yasukuni-Schrein in Tokio sind es die Seelen der (gut vier Millionen) Japaner, die im Krieg ihr Leben liessen. Eine Art Grab des Unbekannten Soldaten.
Am Morgen bringen die Mönche den toten Seelen Essensopfer. Sonst ist es still; ein Gärtner arbeitet, einige Touristen. Die S ...