Selten kommt es vor, dass Politiker das Volkswohl über ihre eigenen Interessen stellen. Umso mehr ist es der SVP anzurechnen, dass sie eine Initiative für die Volkswahl des Bundesrates lanciert hat. Denn sie nimmt damit in Kauf, nicht mehr in der Landesregierung vertreten zu sein. Die polarisierende Rechtspartei hat stets Mühe, bei Volkswahlen Mehrheiten für ihre Exponenten zu finden. Respekt verdienen auch jene linken Parlamentarier wie etwa Balthasar Glättli (Grüne), die mit demselben Handicap kämpfen und sich trotzdem für die Volkswahl aussprechen.
Die im National- und Ständerat – beide Kammern haben die Initiative mit überwältigendem Mehr abgelehnt – gegen die Initiative v ...