Wer mit seinem Leben unzufrieden ist, kann einen deutschen Privatsender einschalten, man trifft mit ziemlicher Sicherheit Menschen an, denen es weit schlechter geht als einem selbst. Ob Supernannys, Schuldenberater oder Hausrenovierer, immer geht es darum, Menschen zu zeigen, die in möglichst übler Verfassung sind: Die Kinder werden geschlagen, die Rechnungen nicht bezahlt, die Wohnung ist bis zur Decke vermüllt. Die Kamera hält voll drauf, und je stärker das Geschrei oder Geheul, desto näher wird herangezoomt.
Man kann über diese Art der Unterhaltung die Nase rümpfen, offensichtlich entspricht sie aber einem Bedürfnis der Zuschauer. Das hat auch das Schweizer Fernsehen gemerkt. Wei ...