Ein Mädchen geht vors Haus, ganz keusch und brav, einen Korb am Arm, um Pilze im Wald zu sammeln, da fällt sein Blick auf einen Mann, erschöpft an einem Baum mit subtropischem Blattwerk. Wie ein Rotkäppchen, das den Wolf nicht erkennt, bietet es seine Hilfe an, den verletzten Mann in eine Prachtvilla mit griechischen Säulen, bewohnt von einer Schar hellgekleideter Mädchen und Frauen, zu tragen.
Es ist nicht der Beginn eines Märchens, sondern eines schwülen Southern-Gothic-Melodrams mit allen Ingredienzen sinistrer, südstaatlicher Schauerromantik: sinnliche Glut unter hochgeschlossenen Kleidern. Dekadenz, die sich im Makabren entlädt.
Und in der Ferne wummern die Kanonen des ameri ...