Keine Künstlerin beherrscht das Melodrama so gut wie die 33-jährige Saskia Olde Wolbers. Sie entwickelt von Nachrichtenmeldungen und Boulevardstorys inspirierte Videoepen, die so packend, fantastisch und zugleich so menschlich sind, dass man süchtig werden könnte. Auf Intensivstationen, in submarinen Shopping-Malls oder Hotelzimmern lässt sie Hochstapler, Liebessüchtige und Illusionsjunkies aufeinander treffen. Ungezeugte Kinder, Umweltaktivisten, Verkaufsagentinnen, Krankenschwestern und Ärzte sind das Personal ihrer mysteriösen Soaps. Sie erzählen ihre Geschichten aus dem Off, derweil die Kamera über abstrakte Landschaften gleitet, die sich suggestiv mit dem Gehörten verbinden.
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