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In der Todeszone
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In der Todeszone

Im ländlichen Amerika, wo Schusswaffen am meisten getragen werden, ist die Mordziffer deutlich ­niedriger als in urbanen Vierteln. Sie ist dort am höchsten, wo sich Gangs bekämpfen und Schwarze oder Hispanics ­leben. In einer nationalen Umfrage spricht sich der Grossteil der Polizisten für weniger ­Waffengesetze und für mehr Waffen aus. Eine Reportage aus den gefährlichsten Revieren.
Der siebzehnjährige Tyquran Horton war noch nicht geboren, als 1990 einer seiner Onkel starb – erschossen von jemand, der scharf auf seinen Mantel war. 2010 starb ein weiterer ­Onkel: Er geriet an einer Strassenecke in einen Streit, ­jemand zog eine Waffe und schoss ­dreimal. Dann, eines Nachmittags im Oktober 2011, holte Tyqurans Mutter Zurana zwei ihrer ­jüngeren Kinder in Brownsville, Brooklyn, von der Schule ab. Auf einem Dach begann ­jemand wild herumzuschiessen (es gibt immer einen «jemand»). Irgendwo in ihrer Nähe waren Bandenmitglieder unterwegs. Der Typ auf dem Dach, Mitglied einer rivalisierenden Gang, hörte nicht auf zu schiessen. Und dann traf er Zurana Horton, die ...
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