Sie hat schon seit einiger Zeit gespürt, dass mit ihrer Familie etwas nicht stimmt. Irgendwann platzt es der pubertierenden Fünfzehnjährigen heraus: «Seid ihr Drogendealer? Habt ihr jemanden umgebracht? Sind wir AusÂserirdische? Was ist los?» Die Eltern, auf diese Situation vorbereitet, erzählen in ruhigem Ton, was sie bisher verheimlicht haben: Ihr ganzes ÂLeben als US-Familie sei bloss vorgetäuscht, in Wahrheit seien sie sowjetische Spione, die eine falsche Identität angenommen hätten. Deshalb seien sie abends so oft weg, deshalb hätten sie keine Verwandten hier, deshalb sei ihr einiges seltsam vorgekommen. «Wir sind hier, um unserem Volk zu helfen», sagt die Mutter dem verda ...