Ich schreibe dies in Köln nach der Niederlage der Schweiz gegen die Ukraine, womöglich dem Nadir von 10000 Jahren Zivilisation, also fangen wir lieber mit letztem Freitag und dem Frohsinn von Hannover an. Nach dem 2:0 gegen Südkorea fragte ich Köbi Kuhn, ob dies der grösste Augenblick der Schweizer Fussballgeschichte sei. Würde man vom 23. Juni 2006 noch nach dreissig Jahren in Dokumentarfilmen schwärmen?
Die gemischte Zone für die Medien, wo wir uns unterhielten, war eine schweissdunstige Hölle voll übererregter Schweizer Journalisten, die einander schubsten. Kuhn mit seiner sonoren Stimme beruhigte die Szenerie. Er antwortete: «Es gab schon Siege gegen Grossdeutschland 1938. Da ...