Als am 19. Juli 1937 in München die Nationalsozialisten ihre erste Ausstellung unter dem Titel «Entartete Kunst» eröffneten, fanden sich darin auch zwei Grafiken des Schweizer Künstlers Johannes Itten. Insgesamt 33 Werke des Berners waren zuvor aus deutschen Museen beschlagnahmt und als entartet taxiert worden. In der Folge verlor Itten seine Stelle als Direktor der staatlichen Textilfachschule in Krefeld; seine eigene Kunstschule, die berühmte Itten-Schule in Berlin, war schon 1934 geschlossen worden. Der Künstler floh in die Niederlande, danach weiter nach Zürich, wo er Direktor der Kunstgewerbeschule wurde und das hochangesehene Museum R ...