In keiner Musik wird so viel zitiert wie im Jazz: wörtlich oder in Anspielung auf die Personalstile grosser Vorbilder. So gesehen, ist es ein bisschen verwunderlich, dass enge Nachfolger charismatischer Pioniere im Jazz so schnell als Epigonen verachtet werden. Schon zu Armstrongs Zeiten hatten es so exzellente (und von ihrem Vorbild hochgeschätzte) Trompeter wie Henry «Red» Allen oder Bobby Hackett bei gewissen Fans schwer (Letzterer wurde von Armstrong sogar als Double engagiert). Der Tenorist Paul Quinichette trug in Analogie zum grossen Lester Young den Nickname «Vice President»; im Jahrzehnt nach Charlie Parkers Tod gab es keinen Altsaxofonisten, d ...