Im Dreigestirn der filmenden Psychoanalytiker europäischer Kultur, Fellini, Buñuel, Bergman, war Ingmar Bergman der Puritaner aus dem hohen Norden, der sich das Trauma des protestantischen Pfarrhauses vom Hals drehte. Anders als seine Vettern aus dem Süden, die eher von ausschweifenden Höllenclowns gejagt wurden, war er der Seelenwühler, der um Zentralpunkte des Nervensystems kreiste: um das Schutzbedürfnis im Glauben und in der Liebe, um die Angst vor der Schutzlosigkeit. Seine ausgeprägte Feinfühligkeit für weibliche Reaktionen und Deformationen führte so weit, dass die Männer nur noch als gutmütige Schatten verwegen am Rande verweilten.
Bergman liebte die Verschlüsselungen un ...