Wenn ein mittelmässiger Film von Steven Spielberg für Empörung sorgt, hat das weniger mit dem Werk selbst als mit den politischen Vorstellungen im Publikum zu tun. Sein neuer Thriller «Munich», Bezug nehmend auf die Geiselnahme und Ermordung israelischer Athleten an den Olympischen Spielen 1972, versetzt die amerikanischen Kommentatoren dieser Tage in Aufregung; doch ohne Krieg gegen den Terrorismus, ohne das spezielle Verhältnis der USA zu Israel und ohne den Konflikt im Irak hätten sie nach dem Kinobesuch wahrscheinlich nur darüber nachgedacht, wie sie im Regen möglichst schnell ein Taxi finden.
So aber schreiben sie sich verärgert die Finger wund: «Weil Spielberg die Existenz ...