Kaum eine Schlagzeile sorgte in letzter Zeit für so viel Gesprächsstoff wie jene der Gratiszeitung 20 Minuten vom 29. Januar: «Männer versagen beim Sex – weil sie nett sind». Das Blatt berief sich auf eine Aussage von Esther Elisabeth Schütz, 65, der Doyenne der Schweizer Sexualtherapie: In ihrer Praxis ist sie mit einer zunehmenden Anzahl Männern unter dreissig konfrontiert, die unter Erektionsstörungen leiden. Die Ursache ortet sie unter anderem bei der weiblichen Sozialisation der Buben.
Was hat es mit den schlaffen jungen Männern auf sich? Werden zu Einfühlsamkeit erzogene Männer tatsächlich impotent? Diese Fragen sind Grund genug, die Sexualtherapeutin zu einem Gespräch z ...