Mara de tigre* gibt sich lasziv und dekadent. In ihrer Selbstdarstellung ist sie eine Frau der Widersprüche: «wild und zähmbar», «untreu und ewig treu». Aurel, 35, gebürtiger Deutscher, verheiratet und Architekt in Zürich, ist sofort Feuer und Flamme, als Mara de tigre den Chatraum im «Erotischen Sekretariat» betritt.
Es ist Sommer, im Büro ist so wenig los wie in der vierjährigen Ehe. Aurel ist offen für ein erotisches Abenteuer, «ein Gedankenspiel», wie er das nennt. «Irgendwann philosophierten wir über Brasilien und träumten davon, wie romantisch dieses Land sein müsse», sagt er.
«Chatten ist wie ein Pingpongspiel», erzählt Daniel, 39, Informatiker aus Zürich. Eine ...