Marcel Knörr ist ein besonnen wirkender Mann. Der Architekt wohnt und arbeitet in einem 535 Jahre alten Haus im Zürcher Stadtteil Höngg – einem Quartier, das so ruhig scheint wie er selber. «21 Generationen haben in diesem Haus gelebt», sagt Knörr. Und nach einer Pause: «Darum ist es so wichtig, wie man baut.»
Knörr ist nicht irgendein Architekt, sondern der Präsident des Zürcher Heimatschutzes. Genauer: Er war dessen Präsident. An der Generalversammlung von Ende September ist Knörr mit einer angestrebten Verkleinerung des Vorstands abgeblitzt, worauf er mit neun weiteren Mitgliedern der Führungscrew mit Getöse zurücktrat.Der Fall ist weit mehr als eine Provinzposse. Am 30. ...